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Am Samstagabend trifft die HG 85 Köthen in der Sporthalle im Bildungszentrum Halle-Neustadt auf den USV Halle. Anwurf ist am fünften Spieltag um 19.00 Uhr. Der USV holte sich in der vergangenen Saison den Meistertitel, die HG 85 Köthen platzierte sich als Zweiter in der Mitteldeutschen Oberliga. Auch in dieser Spielzeit rangieren beide Mannschaften wieder in der Spitzengruppe. Der USV ist aktuell verlustpunktfrei Zweiter, die HG 85 Köthen mit dem gleichen Positivum Dritter. Lediglich das bessere Torverhältnis trennt die Kontrahenten. Einen ärgerlichen Misserfolg haben beide Mannschaften in dieser noch jungen Saison nicht erlebt. Beide Trainer können auf eine eingeschworene und eingespielte Einheit bauen, denn ihr Kader veränderte sich im Sommer nur geringfügig. Beim USV nur auf drei Positionen: Chris Heyer (RR) und Franz Flemming (TW) sowie Ole Czycholl verließen den Verein. Torhüter Oliver Weber und Laurenz Brodowski (RR) füllten die Fehlstellen wieder auf. Auf der Seite der Bachstädter erfolgte nach dem Karriereende von Rene Uelsmann die Neuverpflichtung von Sebastian Donath, der Zweitiga-Erfahrung mitbringt. Beide Mannschaften standen sich am häufigsten bei Punktspielduellen in der Mitteldeutschen Oberliga gegenüber. Dabei können die Köthener 19 Siege, 6 Unentschieden und 8 Niederlagen dokumentieren. Unverkennbar ist, dass sich die Saalestädter in den letzten Spielzeiten zu einem schwer besiegbaren Team entwickelt haben. Beide Mannschaften schwimmen auf einer Welle der Begeisterung aufgrund des maximalen Saisonstarts. So, wie die HG 85 Köthen gegen den HC Glauchau-Meerane (24:19), HBV Jena (21:29), HSV Bad Blankenburg (30:27) und HSV Apolda (21:29) haben auch die Hallenser gegen den HBV Jena (32:29), HSV Bad Blankenburg (28:42), HSV Apolda (40:29) und HV R-W Staßfurt (37:44) keine Punktverluste erlitten. Die Köthener wollen am Samstag im Spitzenspiel der Mitteldeutschen Oberliga mit ihrer aggressiven Abwehr von Anfang an dominieren und die Saalestädter in ihren Aktionen beschränken. Das ist die Absicht. Ob es der Gastgeber zulässt, steht auf einem anderen Blatt, denn er verfügt über die gegenwärtig erfolgreichste Angriffsformation der Liga, die 158 Tore geworfen hat, 46 mehr Tore als die Bachstädter nachweisen können. In der Abwehrstatistik zeigt sich ein gegensätzliches Bild. Hier ließ der USV 35 Tore mehr als die HG 85 Köthen zu. So trifft am 5. Spieltag die momentan beste Offensivmannschaft auf die zweitbeste Defensive in der Mitteldeutschen Oberliga. Wenn sich die HG 85-Abwehr inklusive Torwart Christian Kanzler so wie zuletzt in Apolda sattelfest zeigt, sollte ein rassiges Spiel zustande kommen. Trainer Martin Lux wird seinen Spielern sehr deutlich gemacht haben, auf wen sie in den Reihen des Gastgebers besonders Acht geben müssen. Drei Akteure stechen aus statistischer Sicht ins Auge: Tom Kryszom (RL / 30/1 Tore), Niklas Reißmann (RR / 26) und Jonas Hellmann (RA / RR, 19/11). Der Gastgeber weiß natürlich auch, dass die HG 85 Köthen mit Christian Kanzler und Leonard Serfas ein starkes Torhüter-Duo besitzt. Auch die Offensivkräfte der Köthener stehen vor der Aufgabe, die von Ines Seidler festgelegten Deckungssysteme des Gastgebers zu knacken. Dabei helfen wird auf alle Fälle Martin Danowski am Kreis (7. / 28/15), der in den letzten zwei Spielen 17 Treffer erzielt hat. Doch die Durchschlagskraft der Gästeangreifer können auch Lukas Krug (13. / 23), Frank Grohmann (22. / 19/2) sowie Steven Just (45. / 14) mitbestimmen. Ihre Platzierung in der Torschützenliste belegt diese Behauptung. Es wird diesmal entscheidend darauf ankommen, wie die Mittelmänner Jakob Hensen bzw. Tom Groll Regie führen, mit präzisen Anspielen ihre Nebenmänner in Position bringen und die Abschlüsse der Angreifer im richtigen Augenblick vollzogen werden. Tom Groll hat seine Aufgabe in Apolda sehr gut erfüllt. Fakt ist aber auch, viele technische Fehler können sich die Bachstädter auf keinen Fall leisten, denn die bestraft der Gastgeber erbarmungslos, so gegen Blankenburg und Apolda geschehen. Des Weiteren wird wichtig sein, ob die Bachstädter, sollten sie einen einmal herausgeholten Vorsprung erzielen, diesen mit hohem Einsatz clever zu verwalten in der Lage sind. Man kann also davon ausgehen, dieses Derby wird ein heißer Tanz. Wollen die Gäste weiter in der Spitzengruppe mitmischen, dann muss gegen die Saalestädter diesmal alles stimmen – in der Defensive wie in der Offensive. Der Tabellendritte steht in der Saalestadt vor einer immens schweren Aufgabe. Aber in seinen Reihen sind die Akteure in einer guten körperlichen Verfassung und die Moral stimmt - ein wichtiger Faktor, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Schiedsrichter sind die Herren Brühl /Knackstedt.