News vom 02.10.2026 (10:58 Uhr)
Vorbericht aus Plauen
Einheit will Wiedergutmachung gegen Spitzenmannschaft betreiben

Lupe

Am Samstag gastiert der Tabellendritte der Regionalliga Mitteldeutschland HG 85 Köthen (8:2 Punkte) beim Elften HC Einheit Plauen (3:7). Nach nur einem Sieg stehen die Füchse mit dem Rücken zur Wand. Um 17 Uhr erwartet die Mannschaft von Trainer Mario Schuldes einen ihrer unbequemsten Gegner der Liga in der Einheit-Arena.

Ernüchternd für die Rot-Weißen ist die bisherige Bilanz der insgesamt 17 Punktspiele zwischen beiden in der vierten Handballliga seit dem Aufstieg des HC Einheit 2013 in die Mitteldeutsche Oberliga, der heutigen Regionalliga: 3 Siege, 1 Remis und 13 Niederlagen - und ein Torverhältnis von 458:535. Der Vorjahresvierte HG Köthen startete erfolgreich in die neue Saison und steht nach vier Siegen und einer knappen Niederlage hinter Titelanwärter SV Anhalt Bernburg und HC Elbflorenz II auf dem dritten Platz. Die Endplatzierung im Vorjahr war die Gleiche, nur Regionalligameister und Drittligaaufsteiger NHV Concordia Delitzsch verwies diese drei Aufgebote auf die zweiten bis vierten Plätze. 180 Treffer in den ersten fünf Partien - die meisten aller Regionalligateams - beweisen die überragende Spielqualität der Bachstädter. Spieler wie Lukas Krug, Jakob Hensen, Frank Grohmann, Justin Lee Milkow, Yasin Noah Jaidi und Moritz Brodowski prägen die Auswahl von Trainer Martin Lux. "Köthen hat eine über viele Jahre zusammengespielte abwehr- und angriffsstarke Mannschaft mit reichlich erfahrenen Aktiven und jungen Spielern, die Jahr für Jahr das Team verstärken", so Schuldes zum bevorstehenden 18. Vergleich: "Köthen wird uns vor ganz andere Aufgaben stellen, als in der vergangenen Woche der BSV Magdeburg - wir werden die Spielweise von Köthen analysieren und entsprechend trainieren." Auf die Frage der HCE-Erfolgschancen gegen die Sachsen-Anhalter sagt der Übungsleiter: "Die eigenen Fehler auf ein Minimum beschränken ist Voraussetzung, denn nur dann könnten wir das Spiel bis zum Schluss offen gestalten." Mit dem 33-jährigen 2,02 Meter großen 76-fachen tschechischen Nationalspieler Leos Petrovsky haben die Plauener noch einen Hoffnungsträger in der Hinterhand. Nach vier Monaten verletzungsbedingter Handballpause (Fußverletzung) bekam der HCE-Neuzugang vom Stadtrivalen SV 04 Oberlosa jüngst gegen Magdeburg erste Einsatzzeiten. Der ehemalige WM- und EM-Teilnehmer von 2015 und 2018 sowie langjährige Spieler in polnischen Erstklassevereinen und deutschen Bundesligavereinen (wie beispielsweise Bergischer HC, TUS N-Lübbecke und TBV Lemgo Lippe), werde eine Verstärkung für die Spitzenstädter. "Leos wird uns noch helfen, sowohl in der Abwehr, im Umschaltspiel und am gegnerischen Kreis - doch das braucht noch Zeit", ist sich Mario Schuldes sicher: "Leos ist nach seiner Verletzung erst seit zwei Wochen wieder im Training, weshalb wir da nichts überstürzen wollen und die Belastung dosieren müssen - und schauen deshalb von Woche für Woche." Der in Plauen wohnende und in Chemnitz studierende Petrovsky selbst zu seiner Situation: "Ich hatte bei den Nullvierern auch wegen meiner Verletzung nicht so viele Einsätze wie gewünscht und freue mich sehr auf die Regionalligaspiele". Die derzeit verunsicherten Vogtländer brauchen Erfolge. Vielleicht kommt da die Begegnung gegen so ein Top-Team zur rechten Zeit. Die Füchse können eigentlich nur gewinnen - die Einheit-Fans sehnen sich danach.

(tau)

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