HG 85 KÖTHEN · 1. Männer

SPIELBERICHT · 06.11.2026

HG 85 bezwingt den USV Halle nach großartiger Aufholjagd

HG 85 Köthen – USV Halle · 45:38

Spieler des Matches

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HG 85 Köthen
45:38
USV Halle

HG 85 Köthen besiegt den USV Halle nach deutlicher Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit

Die HG 85 Köthen hat am Freitagabend im 42. Aufeinandertreffen mit dem USV Halle zwei wichtige Punkte eingespielt. Das 45:38 (19:22) war ein mühsames, aber erfolgreiches Derby mit einem großen Unterhaltungswert. Die Köthener hatten in der temporeichen Partie vor gut gefüllten Zuschauertraversen längere Zeit Mühe, die Saalestädter zu besiegen. Ab der 50. Minute zahlte sich der permanente Glaube an den Sieg des Gastgebers aus, wurde der USV in die Knie gezwungen. Am Ende setzte sich die HG 85 nach einer Energieleistung verdient durch.

Warum, erklärte Benet Fenyö nach Spielende: „Zwar hatten wir in der ersten Halbzeit zu viele Probleme und haben schlecht verteidigt. Aber wir haben uns in der Halbzeitpause besprochen, unsere Spielweise zu verändern, mehr Tempo in die Angriffe zu bringen und den HC konditionell noch stärker zu fordern. Das ist uns letztlich gelungen. Wir können mit dem Ergebnis weiter unter den Top 3 der Tabelle mitmischen.

Linkshänder Chris Heyer bestätigte fair, dass am Ende des Derbys die HG 85 Köthen die bessere Mannschaft war: „Wir hatten in den letzten zehn Minuten zu viele Fehlwürfe in Summe und wir haben in der Abwehr zu viele Zweikämpfe verloren. Zudem war der konditionelle Abbau in unserem geschwächten Kader nicht zu übersehen. Yasin Yaidi hat uns mit seinen gewonnen Eins-gegen-Eins-Aktionen große Probleme bereitet. Köthen war zum Schluss die bessere Mannschaft.“

Zu Beginn zeigten sich die Köthener vom 0:1 durch Julius Conrad unbeeindruckt. Steven Just und Justin Milkow stellten von rechts und links Außen auf 3:1 (3.). Doch danach häuften sich beim Gastgeber Abspielfehler und Fehlwürfe. Jakob Hensen erzielte in der 10. Minute mit dem 6:5 seinen 500. Treffer im HG 85-Trikot. Danach übernahm der USV das Kommando, glich durch Tom Kryszon aus und übernahm durch einen verwandelten Strafwurf von Julius Conrad die Führung, die in der 22. Minute bis auf 5 Tore (12:17) anwuchs. Lukas Krug (2) und Steven Just, der in seinem 300. Punktspie nach einem prächtigen Anspiel von Benet Fenyö brachial den Ball in das USV-Gehäuse zirkelte, verkürzten den Rückstand auf zwei Tore (15:17). Diesem kurzen Hoch folgte wieder ein Tief. Vor allem die noch nicht gut organisierte Abwehr des Gastgebers war noch nicht auf der Höhe des Geschehens und ermöglichte dem USV den 19:22-Pausenstand.

Den erneut besseren Start erwischte der Gast aus Halle, der durch einen verwandelten 7m das 19:23 erzielte. Ausgehend von einer danach immer besser geschlossenen Deckung des Gastgebers, inklusive gezeigter Paraden von Christian Kanzler und mit dem Willen aller Spieler, das Ruder rumzureißen, veränderten sich die Kräfteverhältnisse auf dem Spielfeld. In der 50. Minute sah Thies Patan die Rote Karte. Zum gleichen Zeitpunkt setzte Yasin Jaidi unwiderstehlich zu zwei erfolgreichen Soloeinlagen an und schuf die erste 2-Tore-Führung (36:34) seines Teams. Jetzt verlief das mit hohem Tempo geführte Handball-Match nach dem Geschmack der Fans. Hinzu kam, dass bei der USV-Sieben Konditionsdefizite sichtbar wurden und erfolglose Aktionen sich häuften. Die HG 85 nutzte die Schwächephase der Gäste und schraubte ihren Vorsprung bis zur 57. Minute auf 7 Tore (42:35), die am Ende des Spiels noch Bestand hatten.

Dass sich die Gastgeber im Laufe des zweiten Durchgangs als souveräner Sieger herausschälten, hatten sie einmal mehr Christian Kanzler im Tor zu verdanken, der zum „Spieler des Spiels“ gekrönt wurde. Er gab mit seinen Glanzparaden dem Gastgeber den notwendigen Rückhalt und Benet Fenyö mit seiner Spielintelligenz dem Spiel die erfolgreiche Richtung. Die Bachstädter legten zum richtigen Zeitpunkt mit einer schier unglaublichen Energieleistung den Hebel um.

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonard Serfas, Johann Schütte; Benet Fenyö 2, Lukas Krug 7, Tim Gmirek, Frank Grohmann 4/3, Moritz Brodowski 7, Josias Liehr 1, Jakob Hensen 3, Yasin Jaidi 9, Tarek Jaidi 2, Steven Just 5, Ludwig Schütte 1, Justin Milkow 4, Henning Rosenkranz

USV Halle: Marko Bogojevic, Frederik Moosmann; Cedric Weiser, Finn Grüßner 3, Paul Kosak, Sascha Bastian Berends 4, Tobias Greif 2, Tom Kryszon 7, Chris Heyer 8, Pierre Sogalla, Julius Gerald Conrad 12/6, Thies Johannes Patan

Siebenmeter: HG 85 Köthen 3/3 - USV Halle 6/6

Zeitstrafen: HG 85 Köthen 4 - USV Halle 6 (Rote Karte: Thies Patan / 51.)


HG · Mannschaftsstatistik

45Tore
3verwandelt
0verworfen
4Zeitstrafen
0Gelbe Karten
0Rote Karten
45HG-Tore

Torschützen

#35 Yasin Noah Jaidi 9 Tore · #3 Lukas Krug 7 Tore · #66 Moritz Brodowski 7 Tore · #23 Steven Just 5 Tore · #13 Frank Grohmann 4 Tore · #27 Justin Milkow 4 Tore · #10 Jakob Hensen 3 Tore · #44 Benet Fenyö 2 Tore · #22 Tarek Jaidi 2 Tore · #7 Josias Liehr 1 Tor · #54 Ludwig Schütte 1 Tor

Außerdem im Einsatz

#12 Christian Kanzler · #41 Henning Rosenkranz · #33 Johann Schütte · #16 Leonard Serfas · #8 Tim Gmirek

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