HSG Freiberg
HG 85 KöthenDie HG 85 Köthen hat das erwartet schwere Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht 26:23 (15:10) am späten Samstagabend gewonnen. Es war eine homogene Mannschaftsleistung, die den Ausschlag für den Sieg gab. Die Bachstädter gewährten der HSG Freiberg auch ohne Moritz Brodowski, der in der 30. Minute die Rote Karte sah, keine einzige Führung im Spiel. In die Rolle gelehriger Schüler ließ sich allerdings der Tabellenletzte nicht drängen. Er kämpfte aufopferungsvoll, jedoch fehlten ihm die erfolgreichen Spielzüge, um den HG 85-Express zum Entgleisen zu bringen. Die zwei Pluspunkte sichern der Mannschaft von Trainer Martin Lux weiterhin die Platzierung in der Spitzengruppe der Regionalliga Mitteldeutschland. Der 19. Saisonsieg der HG 85 in der 25. Begegnung mit den Sachsen war nur in der 51. Minute (21:21) fraglich, als die Gastgeber den 21:21-Gleichstand erzielten. Dieses Fünkchen Hoffnung bliesen die Köthener mit fünf Toren in den letzten neun Minuten wieder aus.Für ein Spiel, in dem es für den Gastgeber unbedingt um Punkte für die Verbesserung des Tabellenplatzes ging, verlief die Partie mit nur 5 Zeitstrafen moderat
Justin Milkow, der diesen Fight bei seinem 28. Geburtstag bestritt, ging in seiner Analyse ins Detail: „Ja, wir haben eine homogene Mannschaftsleistung beim Tabellenschlusslicht abgeliefert. Wir wollten am Ende mit unserer Energieleistung mehr den Sieg. Freiberg hat uns mit seinen Fehlern in der Phase nach dem Gleichstand dabei geholfen.“ Die Rote Karte, die Moritz Brodowski in der 30. Minute erhielt, hatte seine Berechtigung, bestätigte Justin Milkow in seinem Bericht.
4 der 26 HG 85-Tore gingen auf das Konto unseres Mittelmannes Jakob Hensen, der erneut aufgrund seiner Leistung zum „Spieler des Spiels“ gewählt wurde.
Trainer Martin Lux ließ Christian Kanzler, bis auf einen Wechsel mit Leonard Serfas, der in der 48. Minute einen Strafwurf von Jannes Kreutz parierte, das Tor hüten. Beide machten die Hoffnungen der Freiberger mehrfach zunichte. Auch die Abwehr der Bachstädter kompensierte das Fehlen des Kreisläufers mit Bravour. Tarek Jaidi fügte sich nahtlos in das Abwehrbollwerk ein und war mit 2 Treffern auch torgefährlich. Die Köthener zeigten in der ersten Viertelstunde ihre Konterqualität vor allem über die Außen. Bis zur Halbzeit konnten sie sich auf 5 Treffer absetzen.
Nach der Pause setzte sich die Dominanz der Gäste nicht fort, schmolz der Vorsprung. Plötzlich war Biss und Kampfgeist im Spiel des Gastgebers, gelangen Spielzüge und ins Tor wurde auch getroffen. Nach dem Ausgleich (21:21) stand die HG 85 wieder besser in der Abwehr und brachte wieder Ruhe ins Spiel. Das Lauern nach der 56. Minute (22:23) hatte je ein Ende und die HG 85 schlug zu: Yasin Jaidi, Steven Just und Lukas Krug stellten mit dem Dreierpack das Endergebnis her. Am Ende setzten sich die Köthener freudig mit zwei verdienten Punkten in den Bus Richtung Heimat.
HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonard Serfas; Benet Fenyö (n.e.), Lukas Krug 1, Tim Gmirek, Frank Grohmann 4/3, Moritz Brodowski, Josias Liehr 2, Jakob Hensen 4, Yasin Jaidi 2, Tarek Jaidi 2, Steven Just 7, Ludwig Schütte, Justin Milkow 4, Henning Rosenkranz
HSG Freiberg: Tino Hensel, Paul Uhlemann, Tomás Chiriaco 2, Marc Schreiber 4, Cris Hofmann 4, André Custódio 1, Yannik Tischendorf 5/1, Benjamin Fernandez Urrutia, Wendell Ludewig-Vieira 1, Jannes Kreutz 5/2, Konstantin Müller, Jan Drefahl, Jerik Falkenhain, Jan Mojzis, Jens Tieken 1
Siebenmeter: HG 85 Köthen 5/3 - HSG Freiberg 4/3
Zeitstrafen: HG 85 Köthen (Rote Karte: M. Brodowski /30.) - HSG Freiberg 5
