Die HG 85 Köthen empfängt den BSV 93 Magdeburg
Nach zwei Auswärtspartien kehrt die HG 85 Köthen am Samstagabend in ihre Heimhalle zurück und mit ihr jene besondere Atmosphäre, die die Heinz‑Fricke‑Sporthalle wie kaum ein anderer Ort zu erzeugen vermag. Um 19.00 Uhr eröffnen die Schiedsrichter M. Liebscher und V. Lieske dasDuell mit dem Aufsteiger BSV 93 Magdeburg, der seine erste Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland mit viel Energie und bemerkenswerter Widerstandskraft bestreitet. Der BSV hat in der vergangenen Spielzeit eindrucksvoll bewiesen, warum er den Sprung in die RLM verdient hat. Mit drei Punkten Vorsprung sicherten sich die Magdeburger den Meistertitel der Oberliga Sachsen‑Anhalt. Nur drei Niederlagen, auswärts beim HC Burgenland II (32:21) und der TSG Calbe (33.26) sowie im Heimspiel gegen Gommern (26:33) unterstreichen die Stabilität und mannschaftliche Geschlossenheit, die den Aufstieg möglich machten.
In der höheren Spielklasse angekommen, gelang dem aktuell Tabellenelften am vergangenen Wochenende der erste Heimsieg, ein 25:24 gegen den HV Rot‑Weiß Staßfurt, das die Mannschaft zusätzlich beflügelt haben dürfte. Auch die knappen Niederlagen gegen Apolda (32:33) und den HC Burgenland (33:34) zeigen, dass der BSV in der Regionalliga angekommen ist. Auswärts gelang beim HC Einheit Plauen bislang ein Erfolg (26:24). Die Gäste sind ein Gegner, der trotz Tabellenplatz elf nicht unterschätzt werden darf. Zwei Niederlagen mit nur einem Tor Differenz sprechen für ihre Widerstandskraft und ihre Fähigkeit, Spiele bis in die Schlussphase offen zu halten.
Im Mittelpunkt steht Luca Elsner, der mit 32/22 Treffern und einer beeindruckenden Siebenmeterquote der gefährlichste Offensivspieler des BSV ist. Seine körperbetonte Spielweise, dokumentiert durch sieben Zeitstrafen und eine Rote Karte, macht ihn zu einem Akteur, der besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Doch die HG 85 Köthen geht mit breiter Brust in dieses Heimspiel. Die Bachstädter haben 58 Tore mehr erzielt als der BSV und stellen mit 219 Treffern den gefährlichsten Angriff der gesamten Liga. Yasin Jaidi (49), Steven Just (26) und Lukas Krug (25) gehören zu den Top‑30 von 212 gelisteten Schützen. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Offensivqualität der Gastgeber. Dazu kommen die variablen Impulse von Jakob Hensen, Justin Milkow, Frank Grohmann und Moritz Brodowski, die das Angriffsspiel der Köthener zu einem schwer kalkulierbaren Gesamtpaket machen.
Die Gäste haben zwar acht Gegentreffer weniger kassiert als die HG 85, doch angesichts der aktuellen Wurflaune der Lux-Sieben könnte sich dieser Wert am Samstagabend schnell relativieren. Die Hausherren haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie in der Heinz‑Fricke‑Halle eine besondere Energie entfalten. Sie werden vom Publikum mit Leidenschaft und lautstarker Unterstützung begleitet und getragen.
Alles deutet auf einen intensiven, spannenden und erfolgreichen Handballabend für den Tabellendritten hin. Der möchte seinen Heimvorteil nutzen, den eigenen Offensivmotor erneut zünden und den aktuellen Platz in der oberen Tabellenregion zementieren. Mittelmann Jakob Hensenhofft, warnt aber zugleich, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen:“ Mit dem BSV kommt am Samstag eine spannende Aufgabe auf uns zu. Allein die Tatsache, dass wir seit meinem Wechsel 2018 nach Köthen noch nie gegen den BSV Magdeburg gespielt haben, macht einen gewissen Reiz aus. Es ist was ganz Neues und kein Gegner, gegen den man jedes Jahr oder alle 2 Jahre spielt. Dass die Jungs aus der Landeshauptstadt das Niveau für die Liga haben, haben die bisherigen Spiele gezeigt. Wir konnten Staßfurt nicht besiegen, Magdeburg hat das geschafft. Von daher dürfen wir den Gegner auf keinen Fall unterschätzen und gehen mit Demut, aber auch dem klaren Anspruch auf 2 Punkte in diese Partie.“
Wie immer freuen wir uns auf die gute Stimmung in unserer Heinz-Fricke-Halle. Die Voraussetzungen dafür sind ausgezeichnet. Die Fans dürfen sich auf ein mitreißendes Derby freuen.