Die Einstimmung in Vorbereitung auf das wichtige Spiel schien bei den Köthenern gewirkt zu haben. Die HG 85 kämpfte in der Abwehr um jeden Ball und spielte im Angriff taktisch klug. Ralf Stojan hatte die Köthener mit einem Kontertor in Führung gebracht. Nachdem die HG 85 in der 5. Spielminute durch einen verwandelten Strafwurf von Sebastian Retting auf 2:0 erhöhte, nahm der Gästetrainer die erste Auszeit. Eine Korrektur auf Köthener Seite war zu diesem Zeitpunkt nicht notwenig, weil die HG-Sieben souverän agierte. Nach acht Minuten lagen die Köthener mit 4:1 vorn. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste den Druck auf die HG-Abwehr. Zwischen der 14. (5:5) und 16. (6:6) gelang der TG der einzigste Gleichstand in der ersten Spielhälfte. Der Mündener Angriff wurde in dieser Phase mehrfach erfolgreich vom Kreisspieler Stefan Dietzel (4) abgeschlossen. Mit der Einwechselung von Steffen Cieszynski 7/1 bekam die HG-Offensive zusätzlichen Schwung für den weiteren Ausbau der Führung. Nachdem die HG 85 durch Ralf Stojan auf 10:8 erhöhte, wurde nach der nächsten Angriffsaktion der Mündener Spieler Philipp Jungermann mit „Rot“ vom weiteren Spiel ausgeschlossen. Er war im HG-Strafraum eingedrungen und mit dem Patrick Tuchen zusammengestoßen. Diese strittige Spielszene bzw. Entscheidung wurde vom Münden Anhang kräftig diskutiert. Diese personelle Unterzahl nutzten die Hausherren und bauten den Vorsprung auf 12:8 aus. Die HG-Spieler Ralf Stojan, Sebastian Retting und Robert Kreller waren aus unterschiedlichen Positionen erfolgreich. Mit einem Hüftwurf verkürzte Matthias Linke für die TG Münden auf 12:9. Die Köthener spielten ihre Kombinationen weiter aus und versuchten ihre Rückraumschützen Sebastian Retting und Vilim Leskovec in Wurfposition zu bringen. Beide Spieler benötigten zu viele Anläufe für den Torerfolg. Patrick Tuchen im HG-Tor stärkte die HG-Abwehr in den ersten 30 Spielminuten durch einige Paraden. Mit einer knappen 13:11-Führung für den Gastgeber wurden die Seiten gewechselt.
Die zweite Halbzeit brachte nicht den befürchteten Leistungsabfall, sondern beide Teams versuchten mit Kampf nichts anbrennen zu lassen. Rene Uelsman konnte einen Abpraller am Kreis fangen, um zum 14:11 für die HG einnetzen. Die HG-Abwehr konnte dann den Vorsprung nicht verteidigen und die TG nutzte ihre Chancen zum 14:14 (35.). Die technischen Fehler auf beiden Seiten häuften sich. Wie in den Heimspielen so üblich ist, behielt die HG-Sieben ihren Kopf oben und suchte weiter nach Chancen und Lösungen. In dieser Phase waren die beiden Tore von Steffen Cieszynski und das Kontertor von Robert Kreller genau die richtige Antwort, um den Gegner erneut mit 17:15 auf Distanz zu bringen. Anschließend gab es im HG-Strafraum wieder eine zweifelhafte Aktion. Der Mündener Spieler schied nach dieser Aktion verletzungsbedingt aus. Trotz des Verlustes eines weiteren Spielers ließ sich die TG Münden nicht vom Kurs abbringen und erzielte durch Björn Andreassen von der Außenposition den Anschlusstreffer zum 19:18 in der 45. In der Abwehr und im Angriff musste Schwerstarbeit verrichtet werden. Die beiden Unparteiischen Andre Parfil (SV Irxleben) und Torsten Weinert (SV Eiche 05 Biederitz e. V.) verhängten in der zweiten Halbzeit 9 Zeitstrafen. Darunter war auch die 3 Zeitstrafe gegen Ralf Stojan, der ab 55.Spielminute zuschauen musste. Die Prokop-Sieben rackerte unermüdlich und Robert Kreller nutzte seine Chancen und erhöhte auf 21:18. Auch im weiteren Spielverlauf bringen beide Mannschaften mit viel Aufwand ihre taktischen Möglichen zum Einsatz. Der HG 85 gelang es den Kontrahenten immer wieder auf Distanz zu bringen. Als Rene Uelsmann einen sehenswerten Spielzug erfolgreich zum 25:22 (56.) verwerten konnte, war der HG-Sieg nicht mehr gefährdet. Nach Spielschluss (26:22) war beim HG-Anhang die Erleichterung über den Doppelpunktgewinn spürbar.Stimmen zum Spiel: HG-Trainer Heinz Prokop: Die Vorbereitung aus das Spiel war nicht optimal gelaufen. Mit mussten heute auf Roman Bruchno verzichten, dafür hat Steffen Cieszynski (7/1) sein Potenzial überzeugend eingebracht. Der kämpferische Einsatz des Teams hat gestimmt. Im Spielaufbau hatten wir Probleme. Der Sieg war Pflicht und die Aufgabe ist damit gelöst. Am kommenden Wochenende müssen wir gegen Aurich nachlegen.“
Spielverlauf : 2:0 (5.); 4:1 (8.); 6:6 (15.); 10:8 (21.); 12:8 (25.); 13:10 (28.) Hz. 13:1114:14 (35.); 15:15 (36.); 17:15 (38.); 19:17 (44.); 19:18 (46.); 21:18 (48.); 23:21 (54.); 24:22 (24.); 25:22 (56.) Endstand 26:22
