HG 85 Köthen gegen HC Burgenland (36 : 28)

Das bessere Team gewinnt verdient beide Punkte.

von drh

Die HG 85 Köthen hat mit dem 36:28 (17:11) - Sieg gegen den HC Burgenland ihre beeindruckende Erfolgsserie am Samstagabend in der Heinz-Fricke-Halle fortgesetzt und somit den 2.Tabellenplatz verteidigt.

Der HC Burgenland musste das Spiel ohne seine Spielmacher Kenny Dober und Maximilian Fuchs bestreiten und ab der 40. Minute auf die Dienste von Jan Schindler verzichten, der nach drei Zeitstrafen die Rote Karte erhielt. Robert Krellers Bewertung des Spiels fiel so aus: „Wir wussten, dass es für uns trotz der personellen Probleme beim Gegner ein schweres Spiel wird. Aber wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, auf die wir weiter aufbauen können.“

Es gibt drei Gründe, warum die HG 85 Köthen das Sachsen-Anhalt-Derby gewonnen hat: Erstens Christian Kanzler. Er hat erneut im Tor eine Top-Leistung abgeliefert. Zweitens fand die Offensive schon nach sieben Minuten den Schlüssel gegen beide HC-Keeper. Und schließlich machte die Köthener Abwehr einen soliden Job. Bis auf Jannes Hesse, dem die Unparteiischen, die nicht ihren besten Tag erwischt hatten, einen regulären Treffer verweigerten, trugen sich alle Spieler des Gastgebers in die Torschützenliste ein. Von den Außenpositionen kam diesmal zielstrebiger Druck, vom Kreis wurden sechs Treffer erzielt und Tempogegenstöße blieben keine Mangelware.

Den ersten Führungstreffer erzielten die Burgenländer durch Jan Schindler (0:1/2.). Es sollte der einzige bleiben, denn nach dem 3:3-Ausgleich (7.) führten Rene Uelsmann und Stefan Luther mit zwei aufeinanderfolgenden Toren ihre Mannschaft auf den Erfolgsweg (5:3). Der wurde bis zur Halbzeit zielstrebig zementiert, wobei die Gastgeber in der 22. Minute die erste 4-Tore-Führung (13:9) markierten. Ein verwandelter Strafwurf von Lukas Krug zum hoffnungsvollen 17:11 war die letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff. Der Favorit schritt mit stolzem Lächeln in die Halbzeitpause. Bei diesem Spielstand war den begeisterten Zuschauern klar, dass sich die Gäste gewaltig strecken müssen, um dem weitaus auf allen Positionen präsenteren Gastgeber das Wasser reichen zu können.

Die Hausherren ließen sich in der zweiten Hälfte auch von einer offensiven Deckung des HC nicht aus dem Konzept bringen, mussten aber durch kleinere Nachlässigkeiten ertragen, dass die Naumburger den Vorsprung der Bachstädter bis auf drei Tore (20:17/38.) abschmolzen. Ab der 40. Minute fehlte ihnen dabei Jan Schindler, der wegen der Roten Karte nicht mehr eingreifen konnte. Nach dieser Bestrafung war jedem Zuschauer klar: das war´s! Danach fanden Steven Just‘s verwandelter Strafwurf, Stefan Luther‘s erfolgreich abgeschlossener Konter und erneut Steven Just‘s Geschoss aus spitzem Winkel den Weg ins HC-Tor zum 23:18-Zwischenstand. Lukas Krug, Chris Hoffmann und Rene Uelsmann nutzten drei Blackouts der Gäste, um den Vorsprung bis zur 48. Minute auf 8 Tore (27:19) auszubauen. Nach dem 29:23 (51.) initiierte der Gastgeber mit seinen rotierenden Rückraumspielern den unanfechtbaren Zwischenspurt zum 34:25 (56.). Ein wichtiger Baustein war die voll auf Offensive eingestellte Abwehr der Köthener und die eng damit verknüpfte Treffsicherheit beim Abschluss der Kombinationen. Zwei weitere Kontertore, im hohen Tempospiel erzielt, führten zu einem deutlichen 2-Punkte-Gewinn. Lukas Alter belegte mit seinem letzten Treffer von links außen das Sprichwort „Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand“ eindrucksvoll.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller 2, Martin Lux 4, Tom Lüders 1, Jannes Hesse, Stefan Luther 4, Rene Uelsmann 3, Tom Groll 1, Chris Hoffmann 3, Lukas Krug 7/2, Lukas Alter 2, Steven Just 6/1, Bojan Mirilo 3

HC Burgenland: Max Neuhäuser, Michal Galia, Ants Benecke 7, Hendrik Taube 2, Hannes Zerrenner 4, Stephan Meyer, Jan Schindler 3, Christian Haufe, Max Weber 4, Jan Höhne, Benedikt Schmidt 8/8, Stephan Fichtner, Marcus Födisch

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 4/3 - HC Burgenland 9/8

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 7 - HC Burgenland 7

Disqualifikation:

Jan Schindler (40.)

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