HG 85 Köthen gegen HSV Apolda (24 : 22)

Auch der HSV Apolda kann die Bastion Heinz-Fricke-Halle in dieser Saison nicht stürmen

von drh

Chris Hoffmann, Lukas Krug, Lukas Alter und Christian Kanzler Garanten des 24:22 (11:7)-Sieges

Die HG 85 Köthen hat am Samstagabend gegen den HSV Apolda ihr drittes Heimspiel siegreich gestaltet und durch diesen Erfolg den 2. Platz in der Mitteldeutschen Oberliga erobert. In einem Fight auf Biegen und Brechen, in dem der Gastgeber dem HSV Apolda nicht einmal die Chance zur Führung gewährte, erzielte Chris Hoffmann die ersten Treffer für seinen neuen Verein, bei dem Jannes Hesse aufgrund einer Fußverletzung nicht auflaufen konnte. Bei den Gästen fehlte Neuzugang Dino Basic aus privaten Gründen. Ansonsten konnte Frank Ihl aus dem Vollen schöpfen.

Es war ein Start-Ziel-Sieg, den die HG 85 Köthen gegen eine zuletzt stark aufspielende Mannschaft des HSV Apolda hinlegte. Den Erfolg seiner Mannschaft machte Chris Hoffmann an zwei Punkten fest: „Es war die aggressive Abwehr, die wir gestellt haben und unser Umschaltspiel, bei dem wir die 2. Welle brutal gelaufen sind und den Gegner überrannt haben. Das alles war insofern eine ordentliche Leistung, die wir abgeliefert haben, als der Gegner, den ich nicht so stark in Erinnerung habe, gut dagegengehalten hat.“

Wie sich im gesamten Spielverlauf zeigte, hatte Svajunas Kairis seine Jungs gut auf den Gegner eingestellt. Dabei setzte er auch diesmal nicht nur auf eine offensive Deckung mit Chris Hoffmann und Martin Lux als kolossale Vorhut, sondern auch wieder primär auf Christian Kanzler im HG 85-Kasten. Die Köthener warfen ihre Tore immer dann, wenn sie sie brauchten.

Bojan Mirilo, dem man läuferische Defizite anmerkte, eröffnete den Torreigen. Lukas Krug stillte schon eine Minute später seinen Torhunger als er Daniel Kocsis zum 2:0 vom 7m-Strich düpierte. Apolda fand immer wieder Mittel gegen das druckvolle Spiel der Gastgeber und erzielte in der 6., 10. und 14. Minute (4:4) den Ausgleich. Den Rest der Spielzeit liefen die Thüringer permanent einem Rückstand, der zeitweilig sechs Tore betrug, hinter her. Den ersten Schock mussten sie in der 12. Minute verdauen als Jörg Heinemann Martin Lux einen Gesichtsschlag versetzte, der zu einer Blutung führte und die Rote Karte zur Folge hatte. Die Fehlstelle des Kreisläufers besetzte fortan Torsten Dippmann. Bis zur 20. Minute hatten die Hausherren zwischen sich und die Thüringer vier Tore (8:4) gelegt. Beim Seitenwechsel (11:7) hatte diese Differenz immer noch Bestand.

Zwischen der 34. und 37. Minute sorgte Lukas Alter mit einem Dreierpack für den beruhigenden 15:9-Zwischenstand. Dass die Gäste in der 39. Minute (15:12) bis auf drei Treffer wieder ran waren, hatte mit der guten Moral der Ihl-Schützlinge zu tun. Die Köthener ließen sich auf dem Weg zum Sieg davon nicht beirren und steckten diesen Hänger in den eigenen Reihen selbst in Unterzahl klaglos weg. In der 48. Minute versuchte Trainer Frank Ihl mit einem Timeout dem uneffektiven Spiel seiner Jungs Einhalt zu gebieten, was ihm nicht gelang. Die Bachstädter marschierten in der Erfolgsspur weiter. Tragende Kräfte waren Chris Hoffmann (2), Lukas Krug und Steven Just, die bis fünf Minuten vor Schluss den 22:18-Zwischenstand manifestierten. Den letzten Funken Hoffnung der Gäste, das Blatt noch zu wenden, erlosch Lukas Krug mit einem Gewaltwurf an Torhüter Igor Toskovski vorbei zum 23:20 (58.). Chris Hoffmann, bei dem man im gesamten Spiel das Gefühl hatte, er könnte jede Sekunde vor Energie platzen, krönte seine bravouröse Leistung an diesem Abend mit dem 24. Treffer für sein Team, das am nächsten Samstag mit 8:2 Punkten zum souveränen Tabellenführer SG LVB Leipzig (12:0 Punkte) reist.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller, Martin Lux, Tom Lüders, Stefan Luther, Rene Uelsmann 1, Tom Groll, Chris Hoffmann 5, Lukas Krug 8/3, Lukas Alter 5, Steven Just 3/1, Bojan Mirilo 2

HSV Apolda: Daniel Kocsis, Igor Toskoski, Torsten Dippmann, Sebastian Wenke 3, Norbert Ban, Florian Folger 3, Dino Bacic, Igor Ilievski 2, Vasil Mitevski 10/3, Nicky Resimius, Jörg Heinemann, Michal Mrozek 2, Nick Heinemann 2, Max-Florian Köthe

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 5/4 – HSV Apolda 3/3

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen: 6

Disqualifikation:

HG 85 Köthen 6 - HSV Apolda 6 (Rote Karte: Jörg Heinemann / 11.)

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