HV RW Staßfurt gegen HG 85 Köthen (20 : 19)

HG 85 verschenkt beide Punkte an den HV RW Staßfurt

von drh

Die HG 85 Köthen hat in einem von Kampf und zu vielen Fehlern gekennzeichneten Derby, das sie 19:20 (7:8) verlor, ihre Tabellenführung eingebüßt.

Die Gastgeber versuchten allerdings das Regelwerk, vor allem in den ersten 20 Minuten, mit großer Härte zu strapazieren und damit die Bachstädter zu verunsichern, ohne dabei mit Disqualifikationen bestraft zu werden. So konnte Nils Hähnel froh sein, nicht den Roten Karton gesehen zu haben als er Martin Lux bei einem Wurf in den Wurfarm griff (17.) und den Kapitän dabei so verletzte, dass er nicht weiterspielen konnte. Auch die unsaubere Aktion von Sebastian Retting in der 18. Minute an Tom Groll wäre durchaus mit einer Roten Karte zu ahnden gewesen. Das allein war aber für die vermeidbare Niederlage der Bachstädter nicht ausschlaggebend. Vielmehr boten die im Angriff eine schwache Vorstellung, strapazierten die Geduld der mitgereisten Fans durch viel zu viele Fehler beim Abschluss. Zudem war nicht zu erkennen, warum Trainer Svajunas Kairis Lukas Alter nicht für den an diesem Abend indisponierten Stefan Luther brachte und Christian Kanzler Platz für Chris Panhans machen musste, obwohl er noch zu den Besten des Abends gehörte.

Die Köthener korrigierten die 1:0-Führung von Sebastian Retting durch einen Treffer von Lukas Krug und Martin Lux zur 2:1-Führung. Doch Staßfurt ließ eine zweite Führung erst nach einer doppelten Unterzahl noch einmal zu. Danach nutzten sie einfach nur die Fehler der Köthener aus, um den 8:7-Halbzeitvorsprung zu erzielen – eine Bilanz, die alles über die Angriffseffektivität der Offensivreihen ausdrückt.

Nach dem Wechsel glich Lukas Krug aus und Steven Just scheiterte per Strafwurf an Patrick Tuchen. Nach 35. Minuten lag die Führung wieder in den Händen des Gastes (11:12). Doch dann begünstigte eine achtminütige Torflaute der Köthener den Gastgeber, der somit leichtes Spiel hatte und auf 15:12 davoneilte. Bojan Mirilo verkürzte nach einer Auszeit durch Svajunas Kairis auf 15:13 und Steven Just verringerte den Abstand auf nur noch einen Treffer (15:14/46.). Der Rechtsaußen war es auch, der zusammen mit Lukas Krug den 17:17-Ausgleich sieben Minuten vor Spielende erzielte. Zwei Mirilo-Tore zur 19:18-Führung (57.) weckten sogar die Hoffnung auf einen Sieg. Es blieb letztlich bei der Hoffnung, denn zum einen glich Sebastian Retting noch aus und Christian Schöne erzielte den Siegtreffer. Dabei hatte Stefan Luther die große Chance, wenigstens eine gerechte Punkteteilung herbeizuführen, doch sein Wurf ging am Staßfurter Tor vorbei.

Fazit: Staßfurt legte die Defizite bei den Gästen mit einfachen Mitteln schonungslos offen. Die Köthener demonstrierten zwar großen Willen, aber das reichte nicht.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller, Martin Lux 1, Tom Lüders 1, Jannes Hesse, Stefan Luther 1, Rene Uelsmann, Tom Groll 1, Chris Hoffmann, Lukas Krug 4/1, Lukas Alter, Steven Just 6, Bojan Mirilo 5

HV RW Staßfurt: Patrick Tuchen, Sebastian Schliwa, Toni Fanselow, Niklas Zimnick, Tobias Ortmann, Sebastian Retting 5/1, Oliver Jacobi 2, Marvin Frank 3, Andreas Steinbrink, Marian Spadt, Christian Schöne 3, Nils Hähnel 5, Cosmin Tiganasu 2

Siebenmeter:

HG 85 Köthen: 3/1

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen: 2/1

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