HSV Apolda gegen HG 85 Köthen (23 : 20)

Fassungslose und leere Gesichter ...

von drh

Autor: Rene Nowak

HSV Apolda - HG 85 Köthen 23:20 (9:7)

Die Dreifelderhalle in Apolda stand Kopf, der Jubel der 220 Zuschauer (insoweit Anhänger der Gastgeber) kannte keine Grenzen...

Das Spiel wurde insbesondere in der 1. HZ dominiert von den Abwehrreihen. Apolda ging durch einen 7m-Treffer von Florian Folger mit 1:0 in Führung (4.). Zuvor landete ein beherzter Wurf von Tom Lüders am Querbalken. Lucas Alter glich nach 7 Minuten aus, wenig später brachte uns Steven Just in Führung. Wie sich am Ende herausstellen sollte, die Erste und Einzige. Dem HSV Apolda gelangen vier Tore in Folge, durch Florian Folger (7m), Nick und Jörg Heinemann und Bojan Mirilo, begünstigt auch durch Fehlwürfe oder technische Fehler unserer Spieler (5:2/18.). Bereits hier wurde deutlich, dass Igor Toskovski im Tor der Gastgeber einen sehr guten Tag erwischt hat. Martin Lux, Svajunas Kairis und Chris Hoffmann konnten auf 6:5 (24.) verkürzen. Es keimte Hoffnung, endlich den Spielfaden zu finden und das Kommando zu übernehmen. Vergebens. Insbesondere die zwei Tore durch Norbert Ban in der 29. Spielminute zur 9:6 Führung taten weh. Chris Hoffmann gelang noch der Anschlusstreffer in der Schlussminute.

In der Halbzeitpause wurden die Probleme benannt, insbesondere das Manko Chancenverwertung angesprochen. Jedem im Team war klar, dass nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung hier und heute Zählbares mitgenommen werden kann. Aber auch nach Wiederanpfiff fanden die ersten Würfe nicht dem Weg ins Tor. Apolda konnte durch Tore von Sebastian Wenke und Nick Heinemann auf 11:7 enteilen. Der Kampfgeist unserer Männer war nun endgültig geweckt. Durch Treffer von Tom Groll, Stefan Luther (2) und Martin Lux (2) wurde auf 13:12 (42.) verkürzt. Das Spiel war nun völlig offen. In den folgenden Aktionen gelangen Bojan Mirilo ein vermeidbarer Gegentreffer und Steven Just ein sicher verwandelter Strafwurf (14:13/44.). Ein Treffer in Unterzahl von Florian Folger, mit dem letzten Pass im angezeigten Zeitspiel, ließ die Gastgeber erneut auf zwei Treffer davon ziehen (44.). Christian Kanzler im Tor stieg die Zornesröte ins Gesicht. Er lieferte heute wieder eine gute Leistung ab. Bis zur 53. Spielminute war es ein Spiel auf Messersschneide (18:17) und der Hoffnung auf einen eigenen Erfolg. Mit einer Auszeit versuchte Trainer Frank Ihl die Nerven seiner Spieler zu beruhigen, was ihm auch gelang. Drei Tore in Folge von Florian Folger und Sebastian Wenke (2) besiegelten die Niederlage (57.). Die Dreifelderhalle tobte. Zu allem Ungemach landet ein 7m von Steven Just in dieser Phase am Pfosten und sprang aus dem Tor. Mit einer offensiven Manndeckung versuchte unser Trainergespann Dr. Bodo Kreutzmann und Svajunas Kairis das Unmögliche noch Möglich zu machen. Steven Just, Stefan Luther und und Rene Uelsmann erzielten nach Ballverlusten den Anschlusstreffer (21:20/59.). Der Jubel von den Rängen war nun gänzlich verstummt. Der Schachzug von Frank Ihl seinen Torhüter Igor Toskovski vom Feld zu nehmen und mit Vasil Mitevski einen siebenten Feldspieler zu bringen zeigte Wirkung. Zwei Tore in der Schlussminute dieses Spielers besiegelten endgültig die Niederlage. An der kämpferischen Einstellung hat es heute nicht gelegen, das große Manko war die Chancenverwertung. Daran heißt es konzentriert im Training zu Arbeiten.

Ob das Schiedsrichter-Duo Pinkert/Zänker mit ihren Entscheidungen (Frankleben/Burgenland) immer richtig lag, werden sie sicherlich in einer internen Analyse herausfinden.

Nun heißt es sich neu zu finden und am 03.03. dem Tabellenführer, wieder mit Lukas Krug, einen heißen Tanz zu liefern. Zwar beträgt der Rückstand nun wieder 5 Minuspunkte, die Meisterschaft schreiben wir jedoch noch nicht ab.

Wir gratulieren dem HSV Apolda zum letztendlich verdientem Sieg und wünschen viel Erfolg im Abstiegskampf. Das Gefühl des Sieges und der grenzenlose Jubel der Zuschauer wird dem Team mit Sicherheit einen weiteren Schub geben. Die Stimmung auf unserer Heimfahrt ist entsprechend, so ruhig war es lange nicht im Mannschaftsbus. Fassungslose und leere Gesichter ...

Vielen Dank an alle Anhänger und Fans, die uns nach Apolda begleitet und unterstützt haben!

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Svajunas Kairis 2 , Jannes Hesse, Tom Lüders, Steven Just 5/2, Lucas Alter 1, Martin Lux 4, (0/) , Chris Hoffmann 2, Stefan Luther 3, Rene Uelsmann 1, Robert Kreller, Tom Groll 2

Siebenmeter:

HSV Apolda 4/2 - HG 85 Köthen 3/2

Zeitstrafen:

HSV Apolda 5 - HG 85 Köthen 2

[zurück]


© KOETHENONLINE 2003-2015
Sie befinden sich hier: 1. Männer > Spielbericht
Version 5.8 | letzte Änderung: 11.08.2017
Home | Kontakt | Anfahrt | Impressum | Datenschutz |