Wie erwartet zeigte der Aufsteiger wozu er spielerisch fähig ist und konnte das Spiel lange offen gestalten . In den ersten Minuten des Spiels rieb sich wohl so mancher Zuschauer aus Köthen verwundert die Augen , nicht die HG sondern der LHV dominierte und lag nach acht Minuten mit 4:1 Toren vorn. Die Mannschaft aus der Lausitz war geistig und körperlich frischer , Köthen hingegen wirkte etwas ratlos. Doch über den Kampf kam Köthen immer besser ins Spiel und konnte in der 11.Minute das erste Mal selbst in Führung gehen . Es war vor allem Martin Lux , der seine Mannschaft in dieser Phase des Spiels mit seinen Toren auf einen erfolgreichen Weg brachte .Die Spieler aus Hoyerswerda ließen sich aber nicht von ihrer Spielweise abbringen .Nach gespielten 16 Minuten (Stand 7:7) hatten viele das Gefühl , dass dem LHV die Überraschung durchaus gelingen kann. Die HG hatte in der Abwehr große Probleme , die Abstimmung passte nicht und die Torhüter konnten auch keine Impulse setzen. So ging der Gast verdient mit einer 16:15 Führung in die Halbzeitpause. Nach der Pause kam die HG zunächst besser ins Spiel , aber der Aufsteiger hielt dagegen und das Spiel somit weiter offen. In der 43.Spielminute dann die erste 3 Tore Führung der Gastgeber . Die Abwehr stand jetzt besser und auch Sebastian Loske konnte einige Bälle parieren. Dadurch gelangen der HG die sogenannten leichten Tore über das schnelle Konterspiel .
Ein beruhigendes Polster konnte sich unsere Mannschaft dennoch nicht erspielen. Hoyerswerda zeigte immer wieder , dass sie zurecht auf dem vierten Tabellenplatz sind und kam in der 46.Minute wieder auf 21:20 heran.Die HG erhöhte nochmals den Druck und konnte sich bis zur 53.Minute auf 25:20 absetzen , die Vorentscheidung in diesem Spiel .Die Mannschaft gewann am Ende 28:23 und zeigte wieder einmal , dass sie durchaus in der Lage ist , ohne die beiden Leipziger Müller und Binder zu gewinnen. Durch den Sieg hat die Köthener Mannschaft nun schon 9 Punkte Vorsprung auf den Tabellen-vierten und übt weiter Druck auf Bad Blankenburg und Dresden aus.
Aufstellung : Loske , Baudler , Friedl 4/2 , Lux 6 , Stojan 4, Richter , Wagner ,
John 3 , Uelsmann 2 , Kreller 3 , Mischek 5/3 , Auzins 1 ,
Zeitsrafen : Köthen 4×2 Minuten
Hoyerswerda 4×2 Minuten
7 – Meter : Köthen 6/5
Hoyerswerda 5/5
Martin Lux bei einem seiner 6 Treffer
Köthen hat das Spiel zwar gewonnen, aber große Freude darüber wollte in den Reihen der HG nicht aufkommen.Ganz im Gegenteil zu Radis , bei denen man den Eindruck hatte, sie hätten das Spiel gewonnen.Die etwa 150 Fans aus Radis feierten ihre Mannschaft für die Leistung auf dem Spielfeld entsprechend.
Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Köthener , schnell ging die HG mit 3:0 in Führung (3.Minute). Danach der erste Dämpfer für die HG- Spielertrainer Stojan sah in der 5.Minute glatt Rot. Somit war für ihn das Spiel zu Ende, bevor es richtig anfing. Fortan musste er seine Anweisungen von den Zuschauerplätzen an die Mannschaft weitergeben. Mitte der ersten Halbzeit lag die HG mit 5 Toren in Führung (Stand 11:6), sie bestimmte das Spiel und ließ sich auch durch einige Zeitstrafen nicht davon abbringen. In der 24.Minute war dann auch für den Kreisläufer Bergelt auf Seiten des TuS nach 3x2Minuten das Spiel beendet Eine zusätzliche Schwächung für unsere Gäste, da sie aufgrund personeller Probleme schon wenig Wechselmöglichkeiten hatten.So konnte Köthen den Vorsprung weiter ausbauen, führte nach 26 gespielten Minuten mit 16:9. Bis zur Halbzeit baute die HG die Führung auf 20:11 aus, zu unterschiedlich waren die Leistungen beider Mannschaften bis dahin.
Nach der Pause die 22:12 Führung des Gastgebers, alle Fans der HG glaubten an einen ähnlichen Spielverlauf wie im letzten Heimspiel.Aber weit gefehlt, denn von nun an bestimmte der TuS Radis das Spiel und holte Tor um Tor auf. Um es vorweg zu nehmen, der Sieg der Köthener Mannschaft war nie ernsthaft in Gefahr, Radis kam maximal auf 4 Tore heran. Aber was die Mannschaft von nun an im Angriff und in der Abwehr zeigte, war schwer nachvollziehbar. Es gab keinen Spielfluss mehr im Angriff und in der Deckung wurden die Vorgaben der Trainer nicht mehr umgesetzt .Folgerichtig nutze Radis die sich bietende Gelegenheit das Resultat deutlich freundlicher zu gestalten. Sie waren es nun, die ihre spielerischen Elemente einbrachten und Köthen von einer Verlegenheit in die nächste stürzten. Auch die Auszeit durch Mario Schellbach konnte daran nichts wesentliches mehr ändern. Die Aussage während der Pressekonferenz von Ralf Stojan konnte treffender nicht sein: Das positive an diesem Spiel- wir haben gewonnen.
Das Spiel gewann die HG mit 34:30 Toren.
Aufstellung:Loske, Baudler, Stojan, Lux2, Friedl7/3, Müller8, Kreller1, Uelsmann4,
Richter, Mischek3/2, Binder7, Auzins1, Wagner1,
7 Meter: Köthen 5/5
Radis 8/7
Zeitstrafen: Köthen 10×2 Minuten , 1 Rote Karte
Radis 8×2 Minuten , 1 Rote Karte (3×2 Minuten)



